Schulfinale von „Jugend debattiert“ am Gymnasium Ergolding

Mitstreiter für die Demokratie – Schulfinale von „Jugend debattiert“ am Gymnasium Ergolding

Am 24. Januar fand das Schulfinale des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend debattiert“ am Gymnasium Ergolding statt. Die Schule nimmt damit im dritten Jahr an diesem renommierten Projekt teil. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 traten in zwei Debattenrunden gegeneinander an. Zum Schluss konnten sich Moritz Quaiser (9c) und Sarah Merkt (9d) in der Finaldebatte gegen ihre Mitschüler durchsetzen und nehmen am 25. Februar am Regionalentscheid Niederbayern der Berufsoberschule Landshut teil.

Der Schulentscheid stellt die erste Runde des Wettbewerbs dar. Die acht Teilnehmer, Sebastian Astner, Kara Dzierzan, Sophia Holmer, Fabian Klemm, Maik Krawietz, Sarah Merkt, Moritz Quaiser und Katharina Schwarzer, debattierten dabei in zwei Halbfinalrunden die Streitfrage, ob bundesweit für alle Hundehalter ein „Hundeführerschein“ vorgeschrieben werden soll. Die Jury, die zum einen Teil aus speziell geschulten Schülern, zum anderen Teil aus Lehrern bestand, entschied, welche Schüler in den Bereichen Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft am besten abschnitten. Im Finale am Gymnasium Ergolding debattierten dann Sebastian Astner, Maik Krawietz, Sarah Merkt und Moritz Quaiser die Frage, ob privates Silvesterfeuerwerk verboten werden sollte.

Nach den Regeln des Wettbewerbs wurden die Themen den Teilnehmern eine Woche vorher bekannt gegeben. Sie erhielten beim Schulwettbewerb eine Vorbereitungszeit von 15 Minuten. Zu Beginn der Debatte folgten dann jeweils zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der die Position – Pro oder Contra – darlegt wurde. Die Schüler bereiteten sich dabei im Vorfeld auf beide Positionen vor, denn diese wurden erst kurz vor dem Wettbewerb ausgelost. Der Eröffnungsrede folgten dann zwölf Minuten der sogenannten freien Aussprache. In der Finaldebatte führten die Schüler der Pro-Seite vor allem Argumente hinsichtlich des Umweltschutzes und der Gesundheitsrisiken an, während die Contra-Seite auf die Tradition des Silvesterfeuerwerks verwies. Für ein Schlusswort stand jedem Teilnehmer noch eine Minute zur Verfügung. Eine Jury bewertete die Teilnehmer und gab, nach einer kurzen Besprechung, ein öffentliches Feedback, wobei besonders auf einen respektvollen und konstruktiven Umgang Wert gelegt wurde. Da der Wettbewerb von Jahr zu Jahr in der Schülerschaft bekannter wird, durften sich die Teilnehmer über das rege Interesse ihrer Mitschüler an den Debatten freuen.

In Bayern nehmen 130 Schulen an Jugend debattiert teil. Als einer der einschlägigsten Schülerwettbewerbe ist „Jugend debattiert“ eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Bundesweit beteiligen sich 200 000 Schülerinnen und Schüler in zwei Altersklassen an „Jugend debattiert“. Das Projekt fördert sprachliche und politische Bildung. Höhepunkte des Wettbewerbs sind das Landesfinale in München und das Bundesfinale, bei dem die besten Debattanten in Berlin aufeinandertreffen. Ab Regionalebene erhalten Siegerinnen und Sieger als Preise mehrtägige Rhetorik-Seminare bei Trainern, die sie auf die jeweils nächste Wettbewerbsebene vorbereiteten. 

Auf schulischer Ebene wird der Wettbewerb mit der Hilfe der Lehrerinnen und Lehrer der Klassenstufe 9 vorbereitet und am Gymnasium Ergolding von den Studienrätinnen Dr. Astrid Fernengel und Verena Kölnsperger betreut. Sie und Schulleiter Dr. Klaus Wegmann freuen sich über ein reges Interesse der Schülerschaft an dem Wettbewerb, der eine Vielzahl von Kompetenzen bei ihren Schülern schult und sie unter dem Slogan „Demokratie braucht Mitstreiter!“ auf besondere Art und Weise auf den gesellschaftlichen Austausch vorbereitet.

Dr. Astrid Fernengel