Projekttag zur Prävention und Persönlichkeitsentwicklung am Gymnasium Ergolding

Projekttag zur Prävention und Persönlichkeitsentwicklung am Gymnasium Ergolding

Am Donnerstag vor Weihnachten fand am Gymnasium Ergolding der Aktionstag zum Thema Gewaltprävention, Sexualität, Familie und Persönlichkeitsentwicklung statt. Jede Jahrgangsstufe nahm an einem Projekt zu einem Themenblock teil, der von der gesamten Schulfamilie und darüber hinaus von externen Referenten geleitet und durchgeführt wurde. Auch diesmal unterstützte die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Landshut mit Frau Diermeier-Heß als Ansprechpartnerin die Umsetzung des Aktionstages durch finanzielle Unterstützung.

In der 5. Jahrgangsstufe erarbeiteten die Schüler/innen unter der Regie von Biologielehrkräften Strategien zur Persönlichkeitsstärkung und Selbstbehauptung, die durch Aktivitätsspiele der Fachschaft Sport komplettiert wurden.

Um das Thema „Sicher im Internet“ ging es in der 6. Jahrgangsstufe. Hierfür war der ehemalige Leiter der staatlichen Schulberatungsstelle Niederbayern, Herr Lux, in der Schule und referierte packend und mit aktuellen Beispielen über Tücken und Gefahren bei der Nutzung des Internets. Er informierte unter anderem über rechtliche Vorgaben und gab den Schüler/innen im Anschluss die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über eigene Erfahrungen zu erzählen. Frau Neudecker vom Netzwerk Landshut, Frau Landesberger und Herr Schweibold von der Polizei sowie die Leiterin der Ganztagsschule erweiterten das Programm mit der Thematik „Digitale Medien als mögliches Suchtmittel“ durch kleinere Projekteinheiten.

Bereits zum vierten Mal wurde in der 7. Jahrgangsstufe das Projekt „Pack ma`s“ zur Gewaltprävention unter der Leitung von eigens geschulten Lehrkräften abgehalten. Dabei wurde zunächst der Begriff „Gewalt“ herausgearbeitet und die Schüler/innen „trainierten“, wie sie Gefahrensituationen erkennen und couragiert eingreifen können, ohne sich dabei selbst zu gefährden.  

Die 8. Jahrgangsstufe wurde aufgeteilt: Die Schülerinnen beschäftigten sich zunächst mit dem Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution in Deutschland, um dann die so genannte „Loverboy-Masche“ zu erarbeiten. Dabei handelt es sich um junge Männer, die mit Mädchen dieser Altersgruppe entweder über das Internet oder anderweitig in Kontakt treten, um diese emotional von sich abhängig zu machen, sie von ihrem Umfeld und ihrer Familie zu isolieren und sie letztendlich in die Prostitution zu zwingen. In diesem Zusammenhang reflektierten die Schülerinnen ihre eigenen Erfahrungen von Handy- oder anderweitigen Internetkontakten mit Unbekannten. Die besondere Gefahr bei der „Loverboy-Masche“ ist, dass sie jedes Mädchen treffen kann, weil gesellschaftliche oder soziale Aspekte hier keine Rolle spielen.

Die Jungen beschäftigten sich mit dem Rahmenthema „AIDS in Afrika“. Expertinnen der AIDS-Beratungsstelle Landshut/Passau vermittelten den Schülern zunächst grundsätzliche Fakten über AIDS. Unterstützt wurden sie von Schwester Catherine vom Franziskaner-Kloster Mallersdorf, die seit Jahrzehnten in Afrika als Lehrerin tätig ist und nun als Referentin zu Gast war. Sie schilderte eindrucksvoll die nach wie vor dort vorherrschende akute AIDS-Problematik. Unter der Regie der Fachschaft Geographie vertieften die Schüler die Informationen.

Welche Bedeutung hat „Schönheit“ für uns? Darum ging es in der 9. Jahrgangsstufe. Die Fachschaft Kunst griff Aspekte rund um die Schönheit in Form praktischer Arbeiten auf, während die Fachschaft Geschichte zunächst Schönheitsideale zu unterschiedlichen Zeiten erarbeitete und die Erkenntnisse und Ergebnisse mit kleinen selbstgedrehten Filmen vertiefen ließ. 

Mit „Ethischen Aspekten rund um die Familie“ beschäftigte sich schließlich die 10. Jahrgangsstufe mit Lehrkräften der Fachschaften Religion und Ethik. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Problematik des Schwangerschaftsabbruchs. Zur Unterstützung war Frau Ganslmeier von der Caritas Landshut mit von der Partie.

Mit großem Eifer und Engagement beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler an diesem Aktionstag des Gymnasiums Ergolding. Dies zeigt, wie wichtig die Einbindung derartiger Projekte in den Schulalltag ist.

Gabi Weinberger, OStRin

Die Fünftklässler trainierten Selbstbehauptung ganz spielerisch.
Unter der Regie der Polizei Landshut machten die Sechstklässler Aktivitätsspiele zur Medienprävention.