„Mach den positiven Unterschied

Motivationstrainer Christian Bischoff spricht zu Schülern und Eltern des Gymnasiums Ergolding

Andere Menschen zu motivieren ist eine Kunst, sich selbst zu motivieren ist eine Lebensaufgabe, so könnte man es vielleicht in einem kurzen Satz zusammen fassen, was die Schüler des Gymnasiums Ergolding und deren Eltern in den darauf folgenden Momenten erfahren und miterleben durften. Da stand er; schwarz gekleidet mit rotem Stirnband. „Hallo, ich bin der Christian. Da wo ich herkomme, da duzt man sich“. Damit wäre dies auch geklärt. In seiner direkten und bildhaften Sprache machte er anschließend erlebbar, wie wichtig Eigenverantwortung und Selbstdisziplin sind, um seine Ziele im Leben zu erreichen und welche Bedeutung Selbstvertrauen für das eigene Selbstwertgefühl und eine positive Einstellung für ein erfülltes Leben hat.

Zum zweiten Mal war er Gast am Gymnasium Ergolding. Damals 2013 sorgte er, der auch gleichzeitig Schulpate des Gymnasiums ist, bei den damaligen fünften und sechsten Klassen für Aufbruchstimmung. Auf Initiative des Elternbeirats und mit Unterstützung des Fördervereins machte er letzten Dienstag wieder Halt am Gymnasium Ergolding, um diesen Impuls erneut aufzunehmen und begeisterte die rund 800 Teilnehmer des Schüler-Events in der 5. und 6. Stunde beziehungsweise der Abendveranstaltung für Eltern, Lehrer und Interessierte.

„Die Kunst, Dein Ding zu machen“ so überschreibt er sein Seminar-Programm. Weltkonzerne buchen ihn, um ihre Mitarbeiter zu begeistern. „Mach den positiven Unterschied“ ist seine Botschaft an sein junges Publikum, welches er anspricht, befragt und auffordert mit ihm oder dem jeweiligen Sitznachbarn in Kontakt zu treten. Seine Erfolgsformel offenbarte er gleich darauf mittels seiner Glückspyramide, die aus elf Bausteinen besteht und deren Basis die Selbstdisziplin bildet und an deren Spitze das Glück steht. Nein, was jetzt folgte, war kein Frontalunterricht mit langatmigen Erklärungen und Definitionen oder eine Philosophie-Stunde. Motivieren ist gleich mitmachen. Es heißt also aufstehen, mitklatschen oder die rechte Hand auf die linke Schulter legen.

„Ich bin ein Geschenk für diese Welt“. Dies war eine der zentralen Aussagen, mit denen Christian Bischoff Eltern, Lehrer aber vor allem die Schüler in den Mittelpunkt stellte. Es sind nicht Fähigkeiten, Qualifikationen oder Kompetenzen, die uns als Mensch ausmachen. Es ist unsere Persönlichkeit, als die wir wahrgenommen werden und die unsere Stellung im Leben nachhaltig definiert. Unsere Persönlichkeit, die ist das Pfund, mit dem wir wuchern können und durch welche wir Beachtung erfahren. Daher sieht Christian Bischoff gerade in der Persönlichkeitsbildung die wesentliche Aufgabe in einer Zeit der Reiz- und Informationsüberflutung.

Wahrnehmung und Bedeutung von Erfolg und Misserfolg hängen von der Persönlichkeit eines jeden Einzelnen ab. Das persönliche Glück des Einzelnen steht an der Spitze seiner Glückspyramide. Daher sind es gerade die Visionen und unsere Träume, die nachhaltigen Einfluss auf unser Denken und Tun haben, denn sie formen letztendlich unsere Ziele, die wir einmal erreichen wollen.

Dass es im Leben dabei auch Rückschläge gibt, die zunächst gesetzte Ziele unerreichbar machen, sollte uns nicht entmutigen, sondern als Ansporn dienen, neue Ziele zu definieren. Dies erfordert Selbstvertrauen und den Mut zu Veränderung. Respekt und ein positiver Umgang mit unseren Mitmenschen sind hierfür Voraussetzung, denn „unser Selbstbewusstsein ist wie roter Eimer“, in den mittels Schöpflöffel durch positiven Zuspruch, Lob und Anerkennung Selbstvertrauen hinein gefüllt wird. Dabei hob er ganz speziell die Rolle der Eltern hervor.

Wie wichtig dies ist, machte er an seiner eigenen Lebensgeschichte fest, als seine Profikarriere als Basketballspieler verletzungsbedingt jäh ein Ende fand. Aus war damit der Traum eines Profibasketballers, wodurch er zunächst in ein tiefes Loch stürzte. Dank positiven Zuspruchs von Außen fasste er wieder Mut und Selbstvertrauen. Er begann seine zweite Karriere als Trainer im Profibasketball, die er wiederum beendete, als im klar wurde, dass es für ihn für ein glückliches und zufriedenes Leben einer erneuten Richtungsänderung bedurfte.

Es gelte daher, den Mut zur Veränderung und das Selbstvertrauen zu stärken. Dies fängt zunächst im Kopf an mit den Gedanken. Wenn Alles immer nur negativ gesehen wird, die Probleme immer im Vordergrund stehen oder stets gejammert wird, werden wir unsere Persönlichkeit nicht weiterentwickeln und keine Zufriedenheit erlangen und beschloss seinen Auftritt beschwörend mit dem Satz: „Mmmh, darüber werde ich nachdenken...“

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